Glaukom (grüner Star)

Was versteht man unter dem Grünen Star?

Beim Grünen Star kommt es durch einen zu hohen Augeninnendruck zu einer Schädigung der Nervenfasern und damit zu einem Gesichtsfeldausfall. Der normale Augendruck beträgt etwa 10 bis 24 mmHg. Der Augeninnendruck ist nicht der einzige Faktor, der den Grünen Star verursacht. Der Durchblutung des Auges kommt eine genauso hohe Bedeutung zu. Das heißt, bei niedrigem Blutdruck und damit schlechter Durchblutung des Auges können auch bei normalem Augendruck die gleichen Gesichtsfeldschäden entstehen (Normaldruckglaukom). Wird der Grüne Star zu spät oder nicht erkannt bzw. nicht behandelt, führt er zur Erblindung.

Wie erkennt man den Grünen Star?

Ein akuter Augendruckanstieg wie beim Winkelblockglaukom ist durch Rötung des Auges, Augen- und Kopfschmerzen sowie Sehverschlechterung und ggf. Übelkeit / Erbrechen gekennzeichnet.

Alle anderen Formen des Grünen Stars (mit Ausnahme des angeborenen Glaukoms) werden zunächst nicht bemerkt, da die Augendruckerhöhung nicht schmerzhaft ist und die Gesichtsfeldausfälle zunächst langsam entstehen und fortschreiten. Das Glaukom wird in der Regel durch den Augenarzt festgestellt, wenn bei der Augendruckmessung hohe Druckwerte registriert werden oder bei der Gesichtsfeldunteruchung Defekte vorhanden sind. Des Weiteren findet der Augenarzt bei der Untersuchung des Augenhintergrundes eine Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes (Papille). Anhand der Ausdehnung und Tiefe der Exkavation kann abgeschätzt werden, wieviele Nervenfasern bereits durch den Grünen Star geschädigt sind. Jenseits des 40. Lebensjahres steigt das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken. Deshalb sollten ab dem 40. Lebensjahr alle Menschen regelmäßig einen Augenarzt konsultieren.

Die Behandlung des Grünen Stares durch Medikamente

Die Behandlung des Grünen Stars erfolgt mit Augentropfen. Die Augentropftherapie muss meist zeitlebens regelmäßig durchgeführt werden. Die Augentropfen können entweder die Bildung von Augenwasser reduzieren oder den Abflusswiderstand des Trabekelwerkes verbessern bzw. haben noch andere Ansatzpunkte. Insbesondere beim chronischen Engwinkelglaukom sind häufig Augentropfen erforderlich, die die Pupille engstellen. Eine Auswahl zur Behandlung des Grünen Stares wird im folgenden genannt:

Wenn trotz der Tropfbehandlung die Augendruckwerte nicht ausreichend gesenkt werden bzw. die Gesichtsfeldeinschränkungen zunehmen, kann eine Operation erforderlich werden. Eine Operation kann ebenfalls nötig werden bei einer Unverträglichkeit der Augentropfen. Operationen sind entweder mit Laser oder chirurgisch möglich.